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Darm und Hormone in Balance

23. Juni 2022  

Sophie Dangl über den Zusammenhang von Darm-Mikrobiom und Hormonen

Das Darm-Mikrobiom, bestehend aus zig tausenden von unterschiedlichen Bakterienstämme, beeinflusst unsere Gesundheit auf allen Ebenen. Die Darmbakterien steuern unseren Organismus regelrecht, indem sie darüber entscheiden, welche Nahrungsbestandteile aufgenommen und welche wieder ausgeschieden werden. Aber der Darm ist mehr als nur ein Verdauungsrohr, denn hier passiert noch viel mehr. Unser Mikrobiom steuert unser Immunsystem und hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Körpergewicht.

Ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung des Mikrobioms kann sich negativ auf unser Wohlbefinden auswirken. Neben Magen-Darm-Beschwerden und Lebensmittelunverträglichkeiten, können chronisch-entzündliche Erkrankungen sowie Allergien, aber auch psychische und neurologische Erkrankungen die Folgen dieser Dysbalance sein. Das Darm-Mikrobiom beeinflusst also unseren gesamten Organismus und somit auch unsere Hormone. Der Zusammenhang zwischen Mikrobiom und Hormonhaushalt erhält in der Forschung immer mehr Aufmerksamkeit. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das Darm-Mikrobiom eine wesentliche Rolle bei der Bildung und Regulierung unserer Hormone spielt. (1)

Hormonfabrik Darm

Unser Darm und Gehirn sind eng miteinander über das enterale Nervensystem verbunden. Über dieses kommunizieren sie durch Stoffwechselprodukte, die unsere Darmbakterien produzieren.

Abhängig davon, wie unser Darm-Mikrobiom zusammengesetzt ist, werden bis zu 30 verschiedene Hormone direkt im Darm gebildet. Hier allen voran die Glückshormone Serotonin und Dopamin. Auch unser Schlafhormon Melatonin hat in großen Mengen seinen Ursprung im Darm. Kein Wunder, denn Serotonin und Melatonin haben beide dasselbe Ausgangsprodukt: L- Tryptophan.

L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, also eine derjenigen, die der Körper nicht selbst bilden kann und somit über die Nahrung in ausreichender Menge zugeführt werden muss. Sie ist die Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin, und beeinflusst damit Stimmung, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. L-Tryptophan dient aber nicht nur als Ausgangsprodukt, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle im Gleichgewicht zwischen der Immuntoleranz des Darms und der Aufrechterhaltung der Darm-Mikrobiota. Forschungsergebnisse haben bewiesen, dass diese Aminosäure weitgreifende Auswirkungen auf die mikrobielle Zusammensetzung des Darms, den mikrobiellen Stoffwechsel und das Immunsystem hat. Ist also zu wenig L-Tryptophan im Körper vorhanden, wird daraus auch nicht genug Serotonin gebildet und daraus wiederum nicht ausreichend Melatonin, wodurch sich die Auswirkungen über unsere Stimmungslage, unsere Leistung und somit über unseren Gesamtzustand erstrecken. (2)

Wir wissen nun viel über den Einfluss der unterschiedlichen Darmbakterien auf unsere Stimmung, unser Gehirn und unser Immunsystem. Aber es reicht weit darüber hinaus. Der Fokus der Forschung wird zunehmend spezifischer. Sie beschäftigt sich immer mehr mit speziellen Bereichen des Mikrobioms innerhalb unseres Darms. Auf dem Gebiet der Hormonregulation und -produktion widmet man sich besonders dem so genannten „Östrobolom“.

Das Östrobolom ist eine Sammlung von Mikroben, die in der Lage sind, selbst Östrogene herzustellen.

Was ist das Östrobolom?

Darunter versteht man eine Sammlung von Mikroben, die in der Lage sind, selbst Östrogene herzustellen. Östrogen spielt nicht nur beim weiblichen Geschlecht eine Rolle, sondern ebenso im männlichen Organismus. Es hat großen Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit, reguliert das Körperfett, ist am Knochenbau mitbeteiligt, hat aber auch einen Einfluss auf die Erinnerungsfunktion und die Zellteilung. Bei Männern trägt es außerdem zur Entwicklung der Spermien bei.

Der weibliche Organismus weist primär drei verschiedene Arten an Östrogen mit unterschiedlichen Funktionen auf. Alle werden in den Eierstöcken und im Fettgewebe gebildet, das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass auch von einigen Darmbakterien Östrogen produziert wird. Genau diese Bakteriengruppe wird als „Östrobolom“ bezeichnet. Zu bedenken ist auch, dass die verschiedenen Östrogenarten sich gegenseitig beeinflussen, wobei dem Östrobolom eine besonders wichtige Rolle zugetragen ist. Es moduliert den Kreislauf dieser Östrogene im Körper und hat einen wesentlichen Einfluss darauf ob Östrogen ausgeschieden wird oder weiterhin im Körper zirkuliert. Somit regelt es unseren Östrogenspiegel.

Genetische Faktoren, die Art der Ernährung, Alkoholkonsum, Umwelteinflüsse und Medikamente, insbesondere Antibiotika und hormonelle Verhütungsmittel können das Östrobolom und damit das Gleichgewicht von Östrogen im Körper teilweise stark durcheinanderbringen. (3)

Das Darm-Mikrobiom spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulieren des Östrogenspiegels.

Was passiert wenn das Östrobolom aus dem Gleichgewicht gerät?

Das Darm-Mikrobiom spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulieren des Östrogenspiegels im Körper, entscheidet es doch darüber, welches Östrogen ausgeschieden wird, oder ob es im reaktiviert wird. Dadurch beeinfluss es das Risiko hormonbedingte Erkrankungen zu entwickeln. Ist das Mikrobiom gesund, produziert der Organismus in den Eierstöcken der Frau, die richtige Menge des Enzyms ß-Glucoronidase. Dieses hat die Aufgabe, den Östrogenspiegel zu regulieren. Ein Ungleichgewicht im Mikrobiom kann die Aktivität dieses Enzyms beeinträchtigen und bedingt somit eine Unter- oder Überversorgung mit Östrogen. Damit werden bereits verschiedenste Erkrankungen von Brust- und Prostatakrebs, über PCOS (Polyzystisches Ovarsyndrom) sowie Endometriose in Verbindung gebracht. (4)

Eine eng verbundene Interaktion zwischen Darm-Mikrobiom und Hormonhaushalt, unserem Immunsystem und dem Gehirn sind unumstritten und noch weiterhin Gegenstand der medizinischen Forschung. Fest steht: ein unausgewogenes Mikrobiom hat Einfluss auf unseren gesamten Organismus. Somit ist es naheliegend eine gestörte Darmflora durch gezielte Analyse aufzudecken, entsprechend zu regulieren, um somit auch den Hormonhaushalt positiv zu beeinflussen.

Sophie Dangl – leidenschafltiche Biomedizinische Analytikerin und ganzheitliche Naturheiltherapeutin

Wer ist Sophie Dangl?

Als Biomedizinische Analytikerin habe ich viel Erfahrung im Bereich Labormedizin, weshalb mir eine qualitativ hochwertige Analyse sehr wichtig ist. In meiner Praxis nutze ich die myBioma Mirkobiom-Analyse sehr gerne, um einen genauen Einblick in die Zusammensetzung der Darmflora meiner Klienten zu bekommen. So kann ich sie individuell und vor allem gezielt unterstützen und genau dort ansetzen, wo ihr Organismus und das damit verbundene System Hilfe benötig.

Eine ganzheitliche Betrachtung besteht für mich aus einem Zusammenspiel aus ausführlicher Anamnese, gezielter Analytik und individuell angepassten Lösungen. Denn kein Mensch gleicht dem anderen. Jeden in seinen Bedürfnissen zu erkennen und zu unterstützen, ist mein Verständnis von Individualmedizin. Es geht mir vor allem darum, dass meine Klienten die Wirkung von Lebensstilmedizin selbst erleben und damit in die Eigenverantwortung kommen. Wir sollten keine Krankheitsursachen verhindern, sondern Lebensursachen entdecken. Damit wir eben nicht nur funktionieren, sondern leben!

Ich habe für myBioma-Kunden ein ganz spezielles Angebot. Schau hier gerne auf meiner Website www.zumoptimum.at vorbei. Ganz viele Infos rund um das Thema Darmgesundheit, Hormone und generell ganzheitliche Gesundheit findest du auch auf meinen Instagram-Account: @zum_optimum.

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References

  1. Clark, et al, „Impact of the Gut Microbiota on Intestinal Immunity Mediated by Tryptophan Metabolism,“ 2014.
  2. Shreiner AB, Kao JY, Young VB. The gut microbiome in health and in disease.”, 2015
  3. Maryann Kwa, et al,„The Intestinal Microbiome and Estrogen Receptor-Positive Female Breast Cancer,“ 2016.
  4. James M. Baker, et al, „Maturitas – An internaltional journal of midlife health and beyond,“ 2017.

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