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Superfood-Kekse: gesund & lecker

16. Dezember 2018  

Endlich ist es so weit – Weihnachten steht vor der Tür! Und jeder der mich kennt, weiß wie sehr ich Weihnachten liebe! Was gibt es schöneres als gemeinsam mit seinen Liebsten beim Adventskranz zu sitzen, Geschichten zu lesen und Glühwein zu trinken?! Das einzige was hier nicht fehlen darf, sind wunderbare Weihnachtskekse… aber was, wenn man eigentlich halbwegs gesund durch die Adventszeit kommen möchte und sich nicht nur von ungesunden Zuckerbomben ernähren will? Ganz einfach: Probier doch mal meine Weihnachtskeks-Kreation! Das wunderbar nussige Aroma, Zimt, der die Geschmacksknospen verführt und die vielen gesunden, ballaststoffreichen Zutaten lassen dein Herz – oder besser gesagt deinen Darm – höher schlagen! Hier findest du das Rezept für meine herrliche Nussecken, die auch deiner Darmflora Freude bereiten werden.

Ihr Nussecken so kommet, so kommet doch all…

Was, abgesehen vom Geschmack, macht die Nussecken also besonders? Der Teig besteht nur aus besonderen Nahrungsmitteln, die weniger Kalorien auf den Teller bringen als “normale” Kekszutaten und reich an wertvollen Nährstoffen sind, die es sonst nie auf die Liste der Weihnachtsnaschereien schaffen. Die Kekse enthalten weder Mehl, noch Butter oder Unmengen von Zucker. Stattdessen kommen Haferflocken, Haselnüsse, Datteln und Zimt hinein. Das bedeutet, dass diese Kekse einen hohen Ballaststoff-Gehalt haben, dadurch länger satt machen und der Blutzucker nie in extreme Höhen schießt. Außerdem sind Ballaststoffe unglaublich wichtig für unsere Darmbakterien. Diese warten nämlich nur darauf Arbeit zu bekommen. Das geschieht erst, wenn wir unsere Nahrung nicht vollständig selbst in ihre Einzelbausteine zerlegen können, sondern dabei Hilfe von unserer Darmflora brauchen – was eben erst bei Ballaststoffen passiert!

Abgesehen davon fügen wir in diesem Rezept kaum Zucker hinzu – lediglich 1 EL Honig und 50 g Kristallzucker. So ein Keksrezept muss man erst einmal finden! 🙂 Auch die gesunden Fette, die verwendet werden, stammen Großteils aus den Nüssen. Kokosfett verwenden wir als Butterersatz und glücklicherweise braucht man für die Schokosauce viel weniger Kokosfett als man Butter bräuchte.

Ganz besonders interessant sind die Walnüsse! Sie haben nämlich den höchsten Gehalt aller Nusssorten an Linolensäure, einer Omega-3 Fettsäure. Diese Omega-3 Fettsäuren sind unglaublich wichtig für unsere Gesundheit und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. In zahlreichen Studien konnten die gesundheitsfördernden Wirkungen der Omega-3 Fettsäuren bereits erwiesen werden. Beispielsweise haben sie eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel im Blut, helfen den Blutdruck zu regulieren und unterstützen das Immunsystem. Auch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Diabetes kann man mit regelmäßigen Walnuss-Genuss entgegenwirken! Bei Walnüssen handelt es sich also tatsächlich um eine Supernuss! (1)

Auch Zimt scheint einen positiven Einfluss auf Blutzucker und Blutfette zu haben und wurde bereits in einigen Studien getestet. Wer also außer dem wunderbar, weihnachtlichen Geschmack noch ein Grund sucht um Zimt zu essen, hat ihn hier gefunden! (2)

Gesunde Kekse – schmecken die dann überhaupt? Oh ja! Seht selbst und probiert unsere Weihnachtskreation! Viel Spaß beim Backen 🙂

Zutaten

Menge für ein halbes Backblech

vegetarisch, vegan, laktosefrei, glutenfrei
Zubereitungsdauer ca. 1h, Zeit zum trocknen ca. 2h

Für den Teig:

  • 150 g Haferflocken (Achtung bei glutenfrei!)
  • 100 g Haselnüsse
  • 6 Medjool Datteln
  • 90 g Kokosfett
  • 1 EL Honig
  • 2 EL reines Kakaopulver
  • 1/2 TL Zimt

Für die Nuss-Karamell-Schicht:

  • 2 EL Marillenmarmelade
  • 2 cl Amaretto oder Rum
  • 150 g Walnüsse
  • 50 g brauner oder weißer Zucker
  • 1 EL Kokosfett
  • 100 mL Kokosmilch

Für die Glasur:

  • 100 g Schokolade
  • 1 El Kokosfett

Zuerst wird das Backrohr auf 180°C vorgeheizt. Jetzt kann es losgehen mit dem Mischen des Teigs. Dazu werden Haferflocken, Haselnüsse, Zimt und Kakao in der Küchenmaschine vermahlen. Ein Pürierstab eignet sich zur Not auch, hier einfach kleinere Mengen nach und nach mahlen. Die Medjool Datteln entkernen und ebenfalls in die Küchenmaschine geben (oder mit einer Gabel zerdrücken). Das Kokosfett muss verflüssigt werden, dazu einfach kurz am Herd erwärmen oder an einem warmen Ort (zum Beispiel Heizung) für wenige Minuten stehen lassen. Nun auch das Kokosfett gemeinsam mit dem Honig zu den restlichen Zutaten hinzufügen und alles gut verkneten – ich finde das geht am besten per Hand!

Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen und gleichmäßig flachdrücken. Aber aufgepasst, die Teigmenge reicht genau für ein halbes Blech, also versucht nicht den Teig zu dünn zu machen. Bei 180°C wird der Teig für 15 Min gebacken.

In der Zwischenzeit können wir mit der Vorbereitung der Nuss-Karamell-Schicht beginnen. Dazu werden Marillenmarmelade und Amaretto oder Rum in einer kleinen Schüssel miteinander gemischt – glatt rühren, sodass eine einheitliche Masse entsteht. Als nächstes den Zucker in einem Topf erhitzen bis er zu schmelzen beginnt. Dabei solltest du den Zucker nicht mehr alleine lassen und immer gut umrühren. Vorsicht, der Zucker und anschließend das Karamell sind unglaublich heiß – auf keinen Fall angreifen oder auch nur auf die Idee kommen zu kosten!

Sobald der Zucker geschmolzen ist, ist er bräunlich und karamellisiert. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen das Kokosfett hinzuzufügen. Fett und Zucker verbinden sich jetzt und sollten weiterhin gerührt werden. Den Topf vom Herd nehmen und vorsichtig die Kokosmilch hinzufügen. Beim Kauf von Kokosmilch greift bitte immer zu Produkten, in der sich die Milch in zwei Phasen (feste Creme und Kokoswasser) aufteilt – das bedeutet dass keine Emulgatoren verwendet wurden und die Kokosmilch in ihrer natürlichen Form verkauft wird. Für unser Rezept brauchen wir jetzt nur die feste Creme, das Kokoswasser bitte nicht in das Karamell gießen. Alles gut verrühren, bis eine wunderschöne geschmeidige Karamellsauce entstanden ist. Nun die Walnüsse in die Karamellsoße geben, dabei mit den Händen leicht zerbröckeln. Alles gut verrühren.

Der Teig sollte in der Zwischenzeit schon fertig sein und kann mit der Marmelade bestrichen werden. Gleich darauf kommt die Nuss-Karamell-Schicht (sie sollte noch warm und gut formbar sein)! Alles mit einem Spatel gut verteilen und festdrücken. Jetzt müssen die fast fertigen Kekse gut auskühlen – am besten im kühlen Vorraum für 1-2h stehen lassen.

Der letzte Schritt ist ganz einfach. Schokolade und Kokosfett in einem Topf bei niedriger Hitze schmelzen und umrühren. Den Teig mit der Nussschicht in ca. 8cm breite Streifen teilen und anschließend aus den Streifen Dreiecke schneiden. Jeweils zwei gegenüberliegende Ecken eines Dreiecks vorsichtig in die Schokoladensauce tunken und auf einem Teller oder auf Backpapier trocknen lassen. Fertig!

Jetzt können wir euch nur mehr eine besinnliche Adventszeit wünschen und hoffen, dass ihr eure herrlichen Nussecken bei gemütlichem Kerzenschein oder unter dem Christbaum genießen werdet!

(1) Hooper L, Thompson RL, Harrison RA, et al. Risks and benefits of omega 3 fats for mortality, cardiovascular disease, and cancer: systematic review. BMJ. 2006;332(7544):752-60.

(2) A. Khan u. a.: Cinnamon improves glucose and lipids of people with type 2 diabetes. In: Diabetes Care. 26, 2003, S. 3215–3218.

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