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Unreine Haut: 8 Schritte für einen strahlenden Teint

9. Dezember 2018  

Oh nein, schon wieder! Es ist wieder diese Zeit des Monats, wo die lästigen Pickel besonders stark sprießen… oder noch schlimmer, sie klingen sowieso nicht mehr ab. Wer kennt das nicht, Hautunreinheiten wie Akne, Mitesser oder Ausschlag im Gesicht – sie kommen genau dann, wenn wir sie am wenigsten brauchen können! Nicht nur das Selbstwertgefühl leidet darunter, sondern Pickel schmerzen und können zu großen Entzündungsarealen führen. Da wünschen wir uns nichts sehnlicher, als schnell zu einem schönen Hautbild zu kommen und die fiesen Begleiter loszuwerden!

Aber warum entstehen Hautunreinheiten überhaupt? Wieso leiden manche Frauen noch in ihren Dreißigern an Akne – sollten Pickel nicht ab der Pubertät Geschichte sein? Wir werfen einen Blick auf diese Mysterien und erklären in 8 einfachen Schritten, wie du deine Haut zum Strahlen bringst!

Die Haut als Allrounder

Unsere Haut meistert viele wichtige Aufgaben: Sie grenzt uns von unserer Umgebung ab, muss uns vor Kälte und Wärme schützen, uns vor möglichen Krankheitserregern als Schutzschild verteidigen und sicherstellen, dass wir nicht austrocknen. Gleichzeitig muss sie aber die Möglichkeit haben, Flüssigkeit und Elektroylte (beispielsweise beim Schwitzen) abzugeben. Dadurch leistet unsere Haut beachtliche Arbeit – sie ist gleichzeitig Barriere und ermöglicht einen ausgewogenen Austausch mit unserer Umwelt. Bei diesen vielen Belastungen verwundert es kaum, dass sie oft angeschlagen ist. Oft äußert sich das dann bedauerlicherweise durch Pickeln, Flecken oder Trockenheiten. Vor allem sensible Haut reagiert besonders stark auf die vielen Einflussfaktoren wie Hormone, klimatische Veränderungen, ungesunde Ernährung oder Stress. (1)

Wie entsteht überhaupt ein Pickel?

Unsere Haut ist mit vielen Funktionen ausgestattet, unter anderem produzieren Talgdrüsen eine ölige Flüssigkeit, die die umliegende Haut schützt und pflegt, nämlich Talg. Dieser Talg ist an sich etwas Gutes – er erhält den passenden pH-Wert der Haut, macht sie geschmeidig und legt sich schützend vor Erregern auf unsere Zellen! Das Problem entsteht erst, wenn Talgdrüsen verhornen und unsere Poren dadurch verstopfen. Ist das einmal passiert, bilden sich Mitesser und sobald Krankheitserreger ins Spiel kommen, entstehen Entzündungen. Diese Entzündungen werden durch bestimmte Bakterien ausgelöst und äußern sich als Pickel oder Akne. Besonders häufig betroffen ist die T-Zone, der Bereich von Stirn, Nase und Kinn, aber auch Rücken, Schultern und Po können befallen sein. (2)

8 Schritte zu schöner Haut

1. Don’t touch

Ja, das haben wir schon öfters gehört und trotzdem fällt es schwer die Finger von den Pickel zu lassen. Der beinahe unüberwindbare Drang den unliebsamen Begleiter auszudrücken, überkommt uns zu oft. Doch damit richtet man mehr Schaden als Besserung an! Einerseits wird die umliegende Haut verletzt, Pforten für mehr Bakterien werden geöffnet und andererseits liegt der eigentliche Entzündungsherd oft in einer viel tieferen Hautschicht. Wer es wirklich nicht lassen kann, sollte zumindest folgende Regel einhalten: Es dürfen nur Pickel mit gelben Eiterpunkt (“Whitehead“) ausgedrückt werden und Hände und umliegende Haut sollten vorher gründlich mit Hautdesinfektionsmittel gereinigt werden. Wer sich an ungeeigneten Entzündungen vergreift, verlängert den Heilungsprozess von ca. vier Tagen auf das Drei- bis Vierfache! Also durchatmen, meditieren und nicht angreifen!

2. Peelings mit Vorsicht genießen

Wie wir jetzt schon wissen, sind bei der Pickelentstehung verhornte und in Folge verstopfte Poren das Hauptproblem. Deswegen sind Peelings beliebt um genau dem vorzubeugen. Doch genau in diesem Wort liegt auch schon die nächste Regel: Peelings dürfen nur zur Vorbeugung von Hautunreinheiten verwendet werden! Wenn der Pickel erst einmal gesprossen ist, richtet man Mikroverletzungen an und heizt die Entzündung weiter an. Also gerne Peeling auf gesunde Hautstellen, aber entzündete Stellen gründlich aussparen.

3. Auf die Ernährung kommt’s an!

Der Begriff “Mitesser” ist tatsächlich sehr passend in diesem Zusammenhang –  denn bestimmte Nahrungsmittel können deine Haut nachweislich beeinflussen. Eine kohlenhydratlastige Ernährung, ganz besonders Süßigkeiten und “schnelle” Zucker, führt zu starken Blutzuckerschwankungen, was wiederum Akne verschlimmern kann. Deswegen empfiehlt es sich den Speiseplan auf Vollkornprodukte, viel Gemüse und keine Fertigprodukte umzustellen. Das hält den Blutzucker auf konstanten Werten und ist gesund für Haut, Gefäße und mentale Leistungsfähigkeit.
Außerdem haben Milchprodukte einen negativen Einfluss auf das Hautbild – probier mal eine Woche ohne Milchprodukte aus, deiner Haut geht es gleich besser! Als Ersatz findest du zahlreiche Nuss-, Hafer- oder Sojamilch als Alternative – die übrigens ganz wunderbar schmecken! (3)

4. Die Haut ihre Balance finden lassen

Wer seine Haut ständig pflegt, tut ihr nichts Gutes, sondern beeinträchtigt sie! Natürlich ist es wichtig, sich um seine Haut zu kümmern, sie im Winter vor Austrocknung und Kälte zu schützen. Aber zu häufiges Verwenden von Gesichtswaschlotionen, diversen Cremen, Duschgels oder Masken zerstört den natürlichen pH-Wert der Haut. Unser Körper weiß jedoch selbst am besten, dass er eine leichten Säuremantel als Schutz braucht. Seifen und Cremen drängen deinem Körper oft ein anderes Milieu auf, was die Haut aus der Balance wirft und sie anfälliger macht. Daher ist es besonders gut pH-neutrale Duschgels (pH im Bereich von 5) zu verwenden und Cremen nur zu aufzutragen, wenn die Haut tatsächlich trocken ist. Ein praktisches Hausmittel, um den pH-Wert der Haut wieder herzustellen, ist Apfelessig. Einfach mit Wasser im Verhältnis 1:4 vermischen, mit Wattepad auftragen und einwirken lassen.

5. Kosmetika richtig einsetzen

Das tägliche Verwenden von Make Up kann Poren verstopfen und so dem Entstehen von Mitessern verhelfen. Daher freut sich deine Haut, wenn sie ab und zu ungeschminkt bleiben darf, zum Beispiel am Wochenende. Besonders wichtig ist das tägliche Abschminken, das gibt deiner Haut Zeit zur Regeneration. Wer seiner Haut mehr Frischluft bieten will, schminkt sich nicht erst vor dem Schlafengehen ab, sondern gleich nach dem Nachhausekommen.
Bei bereits bestehenden Pickeln sollte man vorsichtig sein, die Entzündung nicht weiter mit dicken Make Up Schichten zu verschlechtern. Dabei helfen Abdeckstifte mit Salicylsäure – diese verstecken den Pickel und wirken gleichzeitig antientzündlich, was die Wundheilung beschleunigt.

6. Erste Hilfe bei Pickelalarm!

Jetzt zur vielleicht wichtigsten Frage: Was tun wenn der riesige Pickel beim 1. Date mitten auf der Stirn prangert? Hier haben wir uns ein paar hilfreiche Tipps und Hausmittel überlegt. Die Entzündung lässt sich (am besten am Vorabend) mit Teebaumöl oder Honig bekämpfen. Beide wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Teebaumöl ist in der Apotheke oder im Drogeriehandel als Stift erhältlich.
Um die Rötung zu reduzieren, hilft es die Hautstelle mit einem Eiswürfel oder Kühlpad zu kühlen. Durch das Zusammenziehen der Blutgefäße bei Kälte wird der Pickel weniger rot und schmerzt auch nicht mehr so sehr. Um die Rötung längerfristig zu reduzieren, sind Augentropfen sehr hilfreich. Tropfen für geröteten Augen helfen auch hier die Rötung (ebenfalls durch Zusammenziehen der Blutgefäße) zu verschleiern.
Jetzt muss der Pickel nur mehr passend abgedeckt werden (siehe Schritt 5)!

7. Handy säubern!

Man will es nicht glauben, aber Handys sind richtige Bakterienschleudern! Eine Studie konnte sogar zeigen, dass Handys sogar 10 mal mehr Bakterien als öffentliche Toiletten tragen – ekelig! Um dein Gesicht ein wenig zu schützen, schadet es also nicht das Handy regelmäßig zu reinigen. Dafür gibt es spezielle Reinigungstücher, welche einen Versuch wert sind. (4)

8. Stress reduzieren

Das sagt sich leichter, als getan. Aber wir alle wissen, unsere Haut gerät erst richtig außer Kontrolle, wenn wir sowieso schon vor lauter To-Do’s ins Schleudern gekommen sind! Nicht nur für unsere Haut, sondern auch für den restlichen Körper und Seele, ist zu viel Stress toxisch. Deswegen ist es besonders wichtig, sich selbst ein regelmäßiges Time Out zu vergönnen und dieses als Fixpunkt im hektischen Leben anzuerkennen. Was diese Auszeit sein kann, ist dir überlassen – wichtig ist, dass du dich zumindest 10 Minuten am Tag nur dir selbst widmest. Für mich ist das zum Beispiel mein Nachmittagskaffee den ich alleine und ohne Handy am Sofa genieße. Aber das kann Meditieren, Lesen, ein Spaziergang oder einfach den Lieblingssong laut aufdrehen sein!

Wer besonders schwer unter unreiner Haut leidet, sollte jedoch nicht zögern einen Hautarzt aufzusuchen und medikamentöse Optionen zu erwägen. In den meisten Fällen, können aber einfache Tricks und Veränderung des Lebensstils zu einer merklichen Besserung führen. Wir schließen daraus: Eine schöne Haut zu haben ist nicht immer ganz einfach, aber mit diesen Tipps kommst du dem strahlenden Teint schon einige Schritte näher!

(1) Gerhard Deutschmann: Die Haut und ihre Anhangsgebilde. Springer, Wien 2005.

(2) Moll, Ingrid: Dermatologie. (8. Auflage) Thieme, Stuttgart 2016.

(3) Pappas A. The relationship of diet and acne: A review. Dermatoendocrinol. 2009;1(5):262-7.

(4) Kõljalg S, Mändar R, Sõber T, Rööp T, Mändar R. High level bacterial contamination of secondary school students’ mobile phones. Germs. 2017;7(2):73-77.

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